Lemniscate

Der litauische Künstler Zilvinas Kempinas (1969) untersucht den Raum mithilfe von Magnetbändern, mit denen er immer wieder die Gesetze der Gravitation außer Kraft zu setzen scheint. Für Lemniscate (2007) verwendet er zwei kräftige Ventilatoren, die so positioniert werden, dass das Band eine große, sich verschränkende Form bildet, die fast unbewegt im Raum verharrt. Die aus der Spannung zwischen der Verwendung des technologischen Speichermediums und der Sparsamkeit der eingesetzten Mittel entstehende visuelle Effizienz verleiht dem Werk zugleich poetische wie skulpturale Qualität. Kempinas’ Installationen spielen mit der Wahrnehmung des Betrachters, der das dünne Magnetband zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden oszillieren sieht.

Lemniscate

Zilvinas Kempinas
Lemniscate, 2007
Magnetisches Band und Ventilatoren
Sammlung Mudam Luxembourg
Schenkung 2008 - KBL European Private Bankers
© Foto: Andrés Lejona