In den Gemälden der Luxemburger Künstlerin Tina Gillen (*1972, Luxemburg) ist der Bildgegenstand oft stark reduziert. Nie von völliger Abstraktion, finden sich in Gillens Bildern mitunter doch abstrakte Einzelformen, die einen Kontrapunkt zu den gegenständlichen Bildwelten bilden. Diese sind oft geometrisiert, oft flächig und befinden sich meist vor großflächigem, großzügig gemaltem Hintergrund und weisen deutliche Spuren des malerischen Prozesses auf. Fläche und Raum ziehen gleichermaßen die Aufmerksamkeit des Betrachters an und lassen eine verwirrende Vielfalt entstehen, eine dichte Atmosphäre, in der die lineare Perspektive aufgehoben scheint und die Wahrnehmung verunsichert wird. Ausgangspunkt von Gillens Arbeiten sind Fotografien aus den unterschiedlichsten Kontexten, aus Printmedien, Internet, Postkarten usw., die einem Reduktions- und Abstraktionsprozess unterzogen werden. So sagt die Künstlerin selbst: „Ich lasse Elemente weg, um so auf paradoxe Weise eine bestimmte Lesbarkeit zu erzielen. Ich unterstreiche das Abstrakte und bewahre nur das äußerste Minimum.“

Häusersequenz

Ansicht der Ausstellung Germination IX, Villa Arson, Nice, France, 1996

Tina Gillen
Häusersequenz, 1996
24 Acryle auf Leinwand und eine Holzkiste
35 x 45 cm jede
© Fotos: Galerie Nosbaum & Reding, Luxembourg

Die am Ende ihres Studiums in Wien entstandene Häusersequenz (1996) steht am Anfang dieser künstlerischen Entwicklung, die Gillen selbst als allmähliche Aufgabe der Kontrolle über den Malprozess sah. Die Künstlerin reduzierte Ansichten von Häusern aus ihrem Wohnumfeld zu zwar realistischen, aber auch überzeitlichen Bildern, in denen sie die Ähnlichkeiten betonte und das Erzählerische eliminierte. „Das Haus als Spiegel seiner Bewohner wird als Fiktion bloßgestellt.“(Gillen)

Katrina

Tina Gillen
Katrina, 2008
Acryl auf Leinwand
210 x 300 cm
Sammlung Mudam Luxembourg
Schenkung 2009 - Marie-Anne et Jacques Loesch
© Fotos: Galerie Nosbaum & Reding, Luxembourg

Sans Titre

Tina Gillen
Sans Titre, 2004
Siebdruck auf Papier
30 x 40 cm
Sammlung Mudam Luxembourg
Anonyme Schenkung – 2007
© Foto: Rémi Villaggi

Interview mit Tina Gillen anlässlich der Ausstellung Le meilleur des mondes (30/01/2010 - 24/05/2010) produziert.

.art

D’Wierk Häusersequenz vun der Lëtzebuerger Kënschtlerin Tina Gillen an der Emissioun .art op RTL.

Mech géif mol interesséieren

Explikatiounen iwwer d’Billerserie vum Tina Gillen aus der Mudam Sammlung an der Emissioun Mech géif mol interesséieren, wat dat hei ass? um Radio 100,7.

Jeune médiateur

D'Tina Gillen erkläert vun engem “Jeune Médiateur”.