THOMAS STRUTH
Thomas Struths (1954) Museumsfotografien zeigen mit der nüchtern dokumentarischen Sicht des Fotografen aus der Düsseldorfer Schule Blicke in belebte Säle großer Kunstmuseen. Technisch perfekt, unspektakulär und ohne jegliche bildliche Rhetorik registriert Struth das Verhalten der Museumsbesucher und bildet so eine Art Rückkopplung durch den Blick auf die Schauenden. Struth stellt damit nicht das Kunstwerk oder das Museum in den Mittelpunkt seiner Arbeiten, sondern die dort entstehende Beziehung zwischen Werk und Betrachter. Die Fotos, die sich in ihrem Format selbst den dargestellten Gemälden annähern, haben zudem etwas theaterhaftes. Die Banalität ihres wie zufällig komponierten Ausschnittes lässt den Betrachter scheinbar unmittelbar an ihnen teilnehmen. Die gleichzeitige Distanz zum Geschehen bietet Raum zur Reflexion über das eigene Schauen. Struths scheinbar so neutraler Blickwinkel verwickelt den Betrachter durch die spannungsreiche Beziehungsfülle seiner Fotos in einen komplexen Dialog.
Kunsthistorisches Museum II

151 x 196 cm
Ed. 2/10
Musée d’Orsay

152 x 186 cm
Ed. 9/10
Galleria Dell’Accademia II, Venise

225,5 x 185,7 cm
Thomas Struth
C-Prints Farbe
Sammlung Mudam Luxembourg
Ankäufe 1996
Apport FOCUNA
© Fotos: Christof Weber
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