DIE SAMMLUNG
Eine internationale Sammlung zeitgenössischer Kunst
Die Mudam Sammlung widmet sich Werken, die in der heutigen Welt verankert sind, unabhängig von der jeweils verwendeten Technik (Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Installation, Video…). Im Januar 2010, umfasst sie mehr als 400 Werke von rund 300 internationalen Künstlern.
Der Erwerb der Werke der Mudam Sammlung begann im Jahr 1996 durch den „Fonds Culturel National” (Focuna), eine öffentliche Stiftung unter dem Vorsitz von Paul Reiles. Der Ausschuss für Neuerwerbungen des Focuna bestand aus folgenden Mitgliedern: Bernard Ceysson, Maria de Corral, Lorand Hegyi, Lucien Kayser, Paul Reiles und I.K.H. Prinzessin Sibilla von Luxemburg. Im Jahre 1998 wurde Bernard Ceysson der erste Leiter der Fondation Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam).
Im Jahr 2000 wurde die Arbeit von der Fondation Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean unter der Leitung von Marie-Claude Beaud fortgesetzt, deren besonderes Interesse den Arbeiten der jüngsten Künstlergeneration gilt. Auf Betreiben von Marie-Claude Beaud hat der Verwaltungsrat einen wissenschaftlichen Ausschuss eingerichtet, der das Mudam in seiner Erwerbungspolitik berät und die Qualität der ausgewählten Werke sowie ihren Stellenwert innerhalb der internationalen Kunstszene beurteilt. Mitglieder dieses Ausschusses waren: Carmen Giménez (Kuratorin für Kunst des 20. Jahrhunderts im Solomon R. Guggenheim Museum, New York), Paul Reiles (Vizepräsident der Fondation Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean und Ehrendirektor des Musée national d’histoire et d’art, Luxemburg), Dr. Stephan Schmidt-Wulffen (Rektor der Kunstakademie Wien) und Sir Nicholas Serota (Direktor der Tate-Galerie, London). 2007 trat Alfred Pacquement (Direktor des Museum der Modernen Kunst - Centre Georges Pompidou, Paris) an Stelle von Sir Serota.
Im Jahr 2010 richtet Enrico Lunghi (Direktor des Mudams seit Januar 2009) einen neuen wissenschaftlichen Ausschuss ein. Mitglieder dieses Ausschusses sind heute: Barnabás Bencsik (Direktor des Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art, Budapest), Jimena Blázquez Abascal (Direktorin der Fondation NMAC, Vejer, Cádiz, Spanien), Dr. Julia Draganovic (freischaffende Kuratorin) und Paul Reiles (ehemaliger Direktor des Musée national d’histoire et d’art, Luxemburg).
Der luxemburgische Kontext
In der Sammlung finden sich sowohl internationale Werke als auch Arbeiten einheimischer Künstler – etwa zehn Prozent der in der Sammlung vertretenen Künstler kommen aus Luxemburg. Entscheidend für ihre Auswahl, die stets in Abstimmung mit dem wissenschaftlichen Ausschuss stattfindet, ist die Qualität ihrer Werke und deren Relevanz für die zeitgenössische Kunst. Eine Quotenregelung gibt es nicht.
Im künstlerischen Programm des Mudam findet auch die besondere Lage des Landes Luxemburg Berücksichtigung – der lokale Kontext ist Gegenstand einer Reihe von Auftragsarbeiten. Diese Arbeiten stammen sowohl von einheimischen als auch von im Ausland lebenden Künstlern.
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