2010
In vielen Werken der Mudam Sammlung spiegelt sich eine Geisteshaltung, die seit dem Schaffen Marcel Duchamps im zeitgenössischen Kunstgeschehen spürbar ist. Die Methoden des „Détournement”, d.h. der Umdeutung, und der Ironie verleihen der kritischen Haltung der Künstler die nötige Distanz und dienen ihnen als Filter für den spielerischen Teil ihrer ernsthaften Auseinandersetzungen.
DANIEL BUREN
"ARCHITECTURE, CONTRE-ARCHITECTURE : TRANSPOSITION" . TRAVAIL IN SITU
Daniel Burens Ausstellung im Mudam findet parallel zu seinem Projekt im neu eröffneten Centre Pompidou-Metz statt, für das er ebenfalls eine auf den Ort zugeschnittene Installation konzipiert. Hier wie dort greift Buren in seiner unverkennbaren Art die vorgefundenen „Rahmenbedingungen”, denen ausgestellte Kunst unterliegt, auf und macht sie durch seinen künstlerischen Eingriff sichtbarer und somit bewusster, als dies sonst oft der Fall ist.
Just Love me ist die erste in einer geplanten Reihe zukünftiger Ausstellungen rund um die große Vielfalt, die man immer wieder in den verschiedenen Sammlungen zeitgenössischer Kunst in und um das Großherzogtum Luxemburg finden kann. Bei jeder dieser Ausstellungen wird ein persönlicher Blick, von einem oder mehreren Kuratoren des Mudam Luxembourg, auf eine private Sammlung geworfen werden.
ILLOGICAL THOUGHTS…
IM RAHMEN VON „DIAGONALES : SON, VIBRATION ET MUSIQUE DANS LA COLLECTION DU CENTRE NATIONAL DES ARTS PLASTIQUES”
Diagonales : son, vibration et musique dans la collection du Centre national des arts plastiques ist eine Veranstaltung des französischen CNAP, in Zusammenarbeit mit zwanzig Kunstinstitutionen aus Frankreich, Belgien und Luxemburg. Die Ausstellung Illogical thoughts... präsentiert Toninstallationen von drei Künstlern, die sich mit dem Wort und den oft von diesem hervorgerufenen unlogischen Gedankengängen beschäftigen.
Ausgangspunkt der Ausstellung der beiden dänischen Künstlerinnen Nina Beier und Marie Lund ist eine Kurzgeschichte des Kunstkritikers Francesco Pedraglio, die durch ihre Ausstellung in De Vleeshal in Middelburg inspiriert wurde. Diese Geschichte beschreibt zwei Künstler beim Herstellen neuer Werke. Für die Ausstellung im Mudam schufen beide eine neue Serie von Arbeiten, die sich an den Beschreibungen in Pedraglios Text orientieren.
In der Arbeit Attila Csörgős werden die Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft untersucht. Dazu stellt er Experimente an, die er mit selbst erschaffenen und präzise justierten Vorrichtungen umsetzt. Dank den verschiedenen illusionistisch virtuellen Gegenständen und Formen, die diese außergewöhnlichen Maschinen darstellen, veranschaulicht er auf eine völlig neue Art und Weise, eine Realität die Routine und oberflächlicher Blick uns oft hindern zu erkennen.
Mudam lädt acht KünstlerInnen ein, das Museum mit speziell für diese Gelegenheit konzipierten Projekten zu bespielen. Ihre Installationen werden in den für Wechselausstellungen vorgesehenen Sälen zu sehen sein und werden, aufgrund ihrer Vielfalt, unterschiedliche Herangehensweisen an den Begriff des Raumes demonstrieren. Direkter Eingriff in die Architektur des Ieoh Ming Pei, Spielerei der Konstruktion und der Dekonstruktion...
Y8 untersucht die Möglichkeit, Philosophie und Praxis des Yoga im Kunstkontext zu lancieren und auf die architektonische und sozial kodierte Situation von Ausstellungsräumen zu übertragen. Jede Lektion besteht aus einem kurzen Vortrag und einer Abfolge von Atemübungen, Positionen und Entspannung. Geleitet von den Künstlern Benita-Immanuel Grosser. Die Frage wie wir Ausstellungsräume und die Kunstwerke in ihnen wahrnehmen und erfahren steht im Mittelpunkt des künstlerischen Prozesses...
MUDAM COLLECTION
VON UNSEREM ANTLITZ (UND UNSEREM KÖRPER) . VON UNSEREN KUNSTWELTEN
Die erste Etage des Mudam gehört mit ihren mehr als 800 m² der Sammlung, die in Themenausstellungen präsentiert wird. Bis November können die Besucher die Werke von 36 Künstlern kennenlernen, die unter zwei Themenstellungen gezeigt werden: zum einen „Von unserem Antlitz (und unserem Körper)”, zum anderen „Von unseren Kunstwelten”. Bei seinem Rundgang im Rest des Museums wird der Besucher noch weiteren Werken aus der Sammlung begegnen...
Im Rahmen von Design City Luxembourg werden unterschiedliche Veranstaltungen zu Industrie- und Städtedesign an verschiedenen Orten der Stadt Luxemburg stattfinden. Es besteht die langfristige Zielsetzung, Design als eine Lebensphilosophie (und Philosophie der Stadt) zu etablieren. Schließlich geht es bei einer „Stadt des Designs” in erster Linie darum, sich um das Wohlergehen der Bürger zu kümmern und sich für deren Lebensqualität einzusetzen.
Was sagen uns die Kunstwerke der Welt, in der wir leben und die wir jeden Tag aufs Neue (de)konstruieren, (de)formieren, (de)kodieren? Welche sind die Bilder, die die Künstler uns von unseren Körpern, von unserer Erde, unseren Städten, unseren Träumen und unseren Ängsten zeichnen? Die Ausstellung Schöne Neue Welt ermöglicht, mit Hilfe der Werke von mehr als achzig zeitgenössischen Künstlern und aus der Sicht der Mudam Sammlung, einen offenherzigen und überraschenden Blick auf die Welt, die uns umgibt.
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