ARCHIV
2011
Mondes inventés, Mondes habités zeigt die Einzigartigkeit der Welten, wie sie von Künstlern ersonnen werden: Sie setzen sich mal als Denker, mal als Ingenieure oder Architekten mit den Kräften auseinander, die unsere Welt ausmachen. Mit Gespür für die Mechanik der Welt und ihr Energiepotenzial, aber auch für die sie belebenden und definierenden Gedankenströme gehen sie Fragen wissenschaftlicher und metaphysischer Ordnung nach.
Im Sommer 2011 wird der Park Dräi Eechelen durch das Projekt RECOVERING - Soundscapes & Views neu erschlossen: Vier spezifisch für diesen Ort geschaffene Klanginstallationen des Luxemburger Komponisten und Künstlers Steve Kaspar und Live-Interventionen mit Musik, Tanz und Performances an jedem zweiten Samstag laden zu Spaziergängen, Ausflügen, Picknicks und spannenden Entdeckungen ein.
Mudam hat den Designer Thomas Pausz (*1978) eingeladen den Museumsbesuchern einer Reihe von Aktionen im Freien anzubieten. Design ist für Pausz wie ein Garten, in dem jeder das ernten kann, wofür er einen aktiven Beitrag geleistet hat. Dabei stehen sanfte Methoden, sparsam und umweltverträglich eingesetzte Mittel, das Gemeinschaftliche und die Entschleunigung im Mittelpunkt.
Filmische Inszenierung, Filmschnitt und Sequenzmontage gehören zu den Mitteln aus der Filmkunst, derer sich zeitgenössische Künstler bedienen, um sich mit dem Konzept von Zeitlichkeit, Rekonstruktion, dem veristischen Charakter des Dokumentarischen und der Glaubwürdigkeit hinsichtlich des gefilmten Bildes auseinanderzusetzen. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf der Diskrepanz zwischen Realem und Fiktion in einer von Medien und Bildern beherrschten Zeit.
Gleich einem Detektiv stellt Melvin Moti visuelle Erzählungen zusammen, für die er als Ausgangspunkt Anekdoten verwendet. Zwischen Tatsachen, Fantasie und Fiktion wenden sich Motis Rekonstruktionen an unser Gedächtnis, um dort die „schwarzen Löcher” zu stopfen, die wir absichtlich hinterlassen haben. Die Langsamkeit und Schmucklosigkeit ihrer fast abstrakten Bilder verleihen den Filmen von Moti eine hypnotische Schönheit.
„Wie kann man eine Geschichte über zwei, drei Bilder oder mittels weniger Gegenstände erzählen?” Typisch für Mac Adams' Fotografien und Installationen, ist der sparsame Einsatz erzählerischer Mittel. Der verstörende Eindruck, allein auf Bruchstücke von Geschichten zurückgeworfen zu sein, wird durch die dargestellten Sujets noch verstärkt: vermischte Meldungen, Verbrechensschauplätze, Kriminalgeschichten...
Der britische Künstler John Stezaker ist fasziniert von der Macht der Bilder. Ausgehend von Standfotos aus Filmklassikern, alten Postkarten und Buchillustrationen erstellt er Collagen, die den alten Bildern eine neue Bedeutung verleihen. Durch die Anpassung, Umkehrung und Kombination der unterschiedlichen Bilder ergründet Stezaker in seinen einzigartigen Collagen die subversive Kraft des gefundenen Materials.
In den Installationen, Skulpturen und Zeichnungen des Kameruner Künstlers Pascale Marthine Tayou werden Herrschende und Beherrschte, Nord und Süd, Schöpfer und Betrachter gleichermaßen kritisiert. Mit einer unglaublichen Nonchalance bringt Tayou Werke hervor, in denen er die Übel der Welt ganz brutal zur Schau stellt. Das Werk des Autodidakten lässt sich nur schwer erklären, man muss es erfahren.
Die Ausstellung lädt ein zur Reise in die Landschaften der Sammlung des Mudam. Ob sie nun überdimensioniert ist, gepixelt und zum Panorama entfaltet wird, wie bei Xavier Veilhan, ob sie auf persönliche Weise gezeichnet wird, wie in den grafischen Variationen von Cy Twombly, oder ob sie der Fantasie entspringt, wie in den leuchtenden Gemälden von Christian Hidaka: immer scheint die Landschaft ein Untersuchungsgegenstand, dessen Grenzen verschwimmen.
Les paradoxes du temps zeigt Kunstwerke, die unterschiedliche Zeitebenen miteinander kombinieren und so einen oftmals paradoxen Bezug zur Zeit herstellen. Die Ausstellung untersucht die Bedeutung des Schlüsselbegriffs der Zeit sowohl bei Künstlern, deren Karriere Ende der sechziger Jahre begann, wie z.B. Bruce Nauman, Dan Graham und Valie Export, als auch bei Künstlern der Gegenwart, wie Manon de Boer, Laurent Montaron und Anri Sala.
Zuerst hat Suchan Kinoshita fürs Theater gearbeitert, als Schauspielerin, Regisseurin und auch Bühnenbildnerin. Diese Erfahrung, genauso wie ihre musikalische Ausbildung, spiegelt sich in ihren Installationen wider. Diese laden das Publikum meist zu einer interaktiven Erfahrung ein. Von außerordentlicher Poesie, berücksichtigen diese Installationen immer ihr Umfeld und vermischen Ton, Projektion und Konstruktion.
Suzanne Lafont präsentiert die Serie „Situation Comedy”. Ausgangspunkt dieses Projektes ist ein Werk von General Idea „Manipulating the Self Pamphlet” (1971). Hierfür schaltete das kanadische Künstlerkollektiv eine Anzeige, mit einer Anweisung zur Körperverbiegung - mit dem Arm hinter dem Nacken, eine Backe, den Hals oder das Kinn in die Hand nehmen - und der Bitte diese Aktion fotografisch zu dokumentieren.
Accueil
+352 45 37 85-960
Standard administratif
+352 45 37 85-1
Visites guidées
+352 45 37 85-531
visites@mudam.lu
Mudam Boutique
+352 45 37 85-980
Mudam Café
+352 45 37 85-970














































































































