VORSCHAU
In den Bildern von Tina Gillen bilden abstrakte Formen einen Kontrapunkt zu gegenständlichen Universen. Neben dem Wechselspiel dieser Dimensionen herrscht eine eindrucksvolle Ausgewogenheit zwischen der Beherrschung des piktoralen Repertoires und einer gewissen „Nachlässigkeit” in der Umsetzung. Ausgangspunkt für die eigens für die Ausstellung im Mudam produzierten Werke ist das Motiv des Arboretums.
Victor Man kombiniert Gemälde, Skulpturen, gefundene Objekte, Fotos oder Siebdrucke. Charakteristisch für seine Werke ist die finstere - gleichermaßen faszinierende wie unheimliche - Atmosphäre, die sie auslösen. Ausgangspunkt der Arbeiten sind häufig gefundene Bilder, die Melancholie und Einsamkeit verströmen, aus ihnen sprechen die Unerbittlichkeit des Daseins, Sehnsucht und Mystizismus.
Bei den Installationen des Børre Sæthre handelt es sich um an Träume erinnernde Environments, die im Grenzbereich zwischen Märchen und futuristischen Universen anzusiedeln sind und bisweilen an Filme wie 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick erinnern. In seinen Werken kombiniert Sæthre ausgestopfte Tiere mit High-Tech-Environments und fügt damit heterogene Universen ineinander, um im Betrachter ein Gefühl der Fremdheit hervorzurufen.
Sarah Sze schafft temporäre Skulpturen in situ, für die sie mit großer Sorgfalt eine Vielzahl von Alltagsgegenständen zu leichten, fragilen Strukturen zusammenfügt. Ihre Werke entstehen stets im Dialog mit der Architektur der Ausstellungsräume und konfrontieren den Betrachter mit verschiedensten Maßstäben, sind mal bescheiden, mal monumental, mal mikroskopisch klein oder auch überwältigend groß.
Next Cabane und Riot Act sind Projekte von Fabrica, dem Kreativitäts-Think-Tank der Firma Benetton, der junge Künstler einlädt, an innovativen Projekten in den Bereichen Design, Musik, Film, Fotografie, Werbung und Internet zu arbeiten. Als „Brutkasten angewandter Kreativität” suchen die jungen künstlerischen Experimentatoren, begleitet von Spezialisten, die Grenzen ihrer Disziplinen zu überschreiten, um zukunftsweisende Ideen zu entwickeln.
MAURIZIO GALANTE & TAL LANCMAN
TRANSVERSAL DESIGN. HAUTE COUTURE - DESIGN - ARCHITECTURE
Modeschöpfer Maurizio Galante und Trendsetter Tal Lancman heben die enge Verbindung zwischen Kunst und Industrie hervor. Die Exponate sind Ergebnisse von Kooperationen mit Baccarat, Boffi, Cerruti Baleri, Craft, der Fondation Cartier, Ithemba, Mudam, Mussi... In der Verschmelzung zwischen Vergangenheit und Zukunft, Handwerk und Technologie lassen Maurizio Galante und Tal Lancman uns an der Entstehung ihrer Werke vom Konzept/der Idee bis zum fertigen Produkt teilhaben.
In der Kunstgeschichte markiert der Schock, den Kandinsky 1986 angesichts der Getreideschober-Serie von Claude Monet erlebte, den Beginn der Abstraktion. Heute, gehören die theoretischen und politischen Fragestellungen, die das Abenteuer der Abstraktion begleiteten, längst der Vergangenheit an, die abstrakte Kunst aber verbreitet sich beständig weiter. Im Mittelpunkt dieser Sammlungsausstellung stehen dabei das Verschwinden des Motivs und das Auftauchen der Formen.
Bei Design City geht es um den Beitrag von Design zur Lebensqualität, ein Aspekt, der für die Ansiedlung von Unternehmen entscheidend ist und maßgeblich zur Profilierung und Attraktivität des Landes beiträgt. Die Veranstaltungsreihe kreist um die multidisziplinäre Arbeit von Designern. Im öffentlichen Raum findet die Ausstellung Index: Award 2011 statt, bei der Arbeiten der 60 Finalisten dieses internationalen Designwettbewerbs zu sehen sind.
Sanja Iveković, insbesondere bekannt durch Lady Rosa of Luxembourg, verfolgt seit Beginn der 70er einen engagierten künstlerischen Ansatz. Im Rahmen dieser Retrospektive zeigt das Mudam ein umfassendes Panorama aus dem Gesamtwerk der Künstlerin. Dabei kreist die Ausstellung um zwei für Iveković zentrale Fragen: die Stellung der Frau in der Gesellschaft und die Bedeutung von Denkmälern und Erinnerung.
Les installations d'Emily Bates sont le fruit de recherches développées sur le long terme dans des contextes géographiques spécifiques, souvent marqués par la transition entre cultures traditionnelles et modernité. Son projet Love Scenes s’intéresse ainsi à la culture minoritaire des Naxi en Chine, tandis que The Nurturing Island a pour cadre une île tropicale située dans le sud du Japon. Pour son exposition au Mudam, Emily Bates a été invitée à développer un nouveau projet.
Filipa César se penche sur une période particulièrement importante de l'histoire récente du Portugal : la fin du régime autoritaire de Salazar et la décolonisation de la Guinée-Bissau. Trois films ayant comme point de départ des documents d'époque ou des interviews des activistes de cette époque, constituent le noyau de l'exposition. Un fac-similé du livre d'Aimé Césaire, Discurso sobre o colonialismo, interdit avant 1974, ainsi que des affiches relatives à ce sujet complètent l'exposition.
Mit Atelier Luxembourg schließen sich fünf luxemburgische Museumsinstitutionen zusammen, um einen Überblick der Kunstproduktion in Luxemburg von 1945 bis heute zu präsentieren. Die Retrospektive vergegenwärtigt die Kämpfe, die innovative Künstler aus einem Land zu bestehen hatten, das in der europäischen Kulturlandschaft lange eine Außenseiterposition innehatte, sich jedoch seit Ende des 20. Jahrhunderts seinen Platz in dieser Kunstszene erobert hat.
Avec une exposition qui s'intéresse aux notions de croyance et de fétichisme, Mudam clôture le cycle des expositions autour de la collection inauguré en 2010 avec « Brave New World » puis « Premier étage, Second degré », « Walking through », « I've dreamt about » et « Les Détours de l'abstraction ». Quelle est la part du mythe, qu'est-ce qu'une idole aujourd'hui ? Qu'en est-il de nos croyances contemporaines ?
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